Fazit

Elf Tage (Nettozeit mit dem Fahrrad 10 Tage; ein Tag Pause und die Rückfahrt per Nachtzug) hat es gedauert von Haustür zu Haustür. In nackten Zahlen waren es 920km bei 4370 zurückgelegten Höhenmeter. Rechnet man die Stunden zusammen (also von morgens aufs Rad bis abends am Ziel; inkl. der Pausen) waren das knapp 73h. Wie gesagt, das sind die nackten Zahlen.

Alle weiteren Zahlen und Daten inkl. Höhenprofile findet ihr hier

 

Wichtiger war aber die Fahrt selber. Es war eine superschöne Zeit, auch wenn ich zwischendurch mal Hänger hatte, und am liebsten hingeschmissen hätte. Auch das Posten bei Facebook oder auf dieser Seite hat mir viel Spaß gemacht, die Kommentare waren eine willkommene Pause und auch Aufmunterung auf der Fahrt.

Ich habe viel nachdenken können und einige Sachen für mich sortiert. Der eigentlich immer erste Einwurf der Leute, wenn sie von meinem Plan erfuhren “Oh Gott, gaaaanz alleine?!” hatte  mir am Anfang auch Unbehagen bereitet. Ich bin nicht so der Typ, der forsch in ein Hotel oder Privatpension geht und nach Zimmern fragt oder einfach auf fremde Leute zu geht … falsch ich war es nicht. Das habe ich zwischenzeitlich gelernt 🙂 und es macht Spaß.

Es ist auch schön, sich einfach nur auf die Natur, das Rad und sich selber zu konzentrieren.

Klar gab es auch Phasen, in denen ich laut vor mich hingeschimpft habe … manches nicht ganz jugendfrei, aber ich habe auch bei ziemlichen Downs einen Weg gefunden weiterzumachen; auch hier habe ich dazu gelernt.

 

Bei der nächsten Tour (keine Angst die wird noch etwas dauern) werde ich einiges anders machen; manches war zuviel, manches zu wenig. Ich habe gelernt, mich bei solchen Touren einzuschätzen; weiß wieviel Kilometer am Tag realistisch sind, weiß was es bedeutet, durch das Mittelgebirge zu fahren, weiß was es bedeutet, jeden Abend in einem anderen Bett, in anderen vier Wänden unter anderer Qualität zu schlafen.

Ich habe aber auch die Grenzen meines Körpers bzw. meines Trainingsstandes kennengelernt und dies zum Teil sehr schmerzhaft. Mit massiven Knieschmerzen einen 10%-Anstieg hochzufahren war eine interessante Erfahrung. Hier muss ich noch einiges verbessern.

 

Kommen wir zu der Verleihung der Preise in den einzelnen Kategorien 🙂

Schönste Strecke:

Freiburg – Basel

Begründung der Jury: Vom Breisgau über ein zwei Bergkuppen in das Rheintal in dem Wissen, dass man dem Ziel näher kommt, hat die Jury bewogen, diese Strecke auszuzeichnen.

Isteiner Stufen

Isteiner Stufen

 

Schönster Moment:

Mehrere Preisträger:

 

Die Ruhe an dem kleinen Bach beim Gut Wintrup

Beim Gut Wintrup

Beim Gut Wintrup

Das Rauschen an den Ilsteiner Stufen

Isteiner Stufen

Isteiner Stufen

 

Das Weizen nach einem anstrengenden Tag

Das Weizen nach der Tour

Das Weizen nach der Tour

 

 

 

 

 

 

Die Ruhe auf dem Rad; in Frankreich bin ich drei Stunden am Rhein langgefahren, ohne einen Menschen zu treffen.

Einsamkeit

Einsamkeit

 

Auf der Rheinfähre

 

Auf der Rheinfähre

Auf der Rheinfähre

 

Der Moment am Ortsschild Basel

Basel

Basel

Und unzählige mehr!!!

 

Der UNschönste Moment:

Zwei Preisträger

Der Tag Pause in Frankenberg

Begründung der Jury: Die Schmerzen in den Knien und Achillesfersen und die Befürchtung, die Tour jetzt schon zu beenden, gepaart mit der Totenstille im Hotel (Ruhetag) und dem Regen draußen.

Regen in Frankenberg

Regen in Frankenberg

Der Hungerast zwischen Kehl und Offenburg

Begründung der Jury: Der gesamte Tag war durch einen starken Wind von vorne geprägt, bei dem sich gegen späteren Nachmittag noch Regen hinzugesellte und als ich dann vor dem geschlossenen Hotel stand, war der Frust unendlich. Hunger und Durst kamen hinzu und als ich dann ein Hotel gefunden habe, lag ich eine gefühlte Ewigkeit auf dem Bett und habe mich schon im Zug auf dem Weg zurück gesehen.

Centralhotel

Centralhotel

 

Schönste Stadt oder Ort:

Freiburg

Begründung der Jury: Freiburg ist einfach eine wunderschöne Stadt. Überschaubar, eingebettet zwischen Schwarzwald und Kaiserstuhl, die Dreisam rauscht hindurch und alles ist entspannt. Das schöne Wetter hatte natürlich sein übriges dazu getan.

Entspannung an der Dreisam

Entspannung an der Dreisam

 

Auch Strasbourg und Basel haben mir sehr gefallen!

 

Das beste Hotel:

Sonne in Neuburg am Rhein

Begründung der Jury: Nimmt man alles zusammen, war das Hotel am schönsten. Das Zimmer war sehr groß und modern eingerichtet, die Betten waren sehr gut, das Bad und die Dusche waren riesig, es war ruhig und auf dem Flur gab es ein Kühlschrank mit kaltem Bier.

 

Hotel Sonne

Hotel Sonne

 

Das beste Frühstück:

Centralhotel Offenburg

Begründung der Jury: Die hatten wirklich alles im Buffet und waren sehr bemüht, kleiner Nachteil: man musste in den dritten Stock gehen; aber hier seien auch das Sonne in Neuburg und das Schiller in Freiburg genannt. Eigentlich gab es kein richtig schlechtes Frühstück; einzig im Grünen Baum in Weinheim war es eher spärlich.

 

Das beste Abendessen:

Zwei Preisträger

Das Wiener Schnitzel in Wrexen

Begründung der Jury: Selten habe ich so ein gutes Schnitzel gegessen, die Kapern darauf waren am Anfang befremdlich stellten sich aber als perfekte Kombination heraus.

Wiener Schnitzel mit Kapern

Wiener Schnitzel mit Kapern

Das Rumpsteak in Neuburg am Rhein

Begründung der Jury: Auf den Punkt! Lecker Sauce! Tolle Atmosphäre

Rumpsteak

Rumpsteak

 

Bester Kuchen 🙂

Der Apfelkuchen in Gießen

Begründung der Jury: Er sah unauffällig aus, aber die Apfelfüllung war der absolute Hammer!

An dieser Stelle möchte die Jury eine kurze Klarstellung anbringen: Bei dem geneigten Leser mag der Eindruck entstanden sein, ich hätte nur Kaffee und Kuchen gehabt und sei nicht gefahren. Der Eindruck ist richtig 😉

Gedeckter Apfelkuchen

Gedeckter Apfelkuchen

 

Kulinarischer Sonderpreis:

Das sündhaft teure Schokoeis in Starsbourg!

Begründung der Jury: Die 3.30 EUR waren eine grandiose Investition!

Schokoeis in Strasbourg

Schokoeis in Strasbourg

 

Der skurilste Moment:

Das Warten auf den Nachtzug

Begründung der Jury: Siehe Tagebucheintrag für den Tag.

Tobias und ich

Tobias und ich

 

Sonderpreise:

Mein Fahrrad!!!

Begründung der Jury: Es gab keine Panne und es erfüllte seine Aufgabe perfekt!

Mein Fahrrad in Strasbourg

Mein Fahrrad in Strasbourg

Das Wetter:

Begründung der Jury: Nur einen Tag Regen (den Pausentag nicht mit eingerechnet) und zwei drei Tage starker Gegenwind; für diese Jahreszeit perfekt! Danke!

Perfektes Wetter im Breisgau

Perfektes Wetter im Breisgau

 

Schönster Abend:

Zwei Preisträger:

Freiburg

Begründung: Durch die Stadt bummeln, Fussiegucken mit Annemarie und Marcus war die Macht! Das Essen war lecker und ich am Ende leicht angetrunken

Freiburg am Abend

Freiburg am Abend

Nieburg am Rhein

Begründung: Der Abend im Innenhof des Gasthofs war toll und das Paar am Nachbartisch hat mir wertvolle Tipps gegeben und wir haben nett geplaudert:

Besucher im Gasthof in Neuburg am Rhein

Besucher im Gasthof in Neuburg am Rhein

Schönster Morgen:

Eigentlich alle!

Hier exemplarisch ein paar Impressionen:

Morgen I

Morgen I

 

Morgen II

Morgen II

Morgen III Man sieht ganz leicht die Windräder

Morgen III Man sieht ganz leicht die Windräder

 

Schönster Sonnenuntergang:

Nienburg am ersten Abend:

Sonnenuntergang über der Weser

Sonnenuntergang über der Weser

 

 

Diese elf Tage werde ich nie vergessen; sie gehören zu den interessantesten, schönsten, anstrengendsten, traurigsten und geilsten Tage, die ich erlebt habe. Und ja, ich würde es, auch im Wissen der Strapazen, noch mal machen.

 

Auf diesem Wege noch mal ein kurzer, lieber Gruß an: Daniel, Tobias :-), den badischen Gigolo, dessen Name ich  nicht mehr weiß, den Mann aus Weil, das Pärchen aus Neuburg, der nette Mitarbeiter von den Naturfreunden Wyneken, Herrn Ungewitter und viele andere mehr

 

 

Ideen für die nächste Tour:

 

West -> Ost

Norwegen Süd – Nord

 

Jemand noch andere Ideen? Ich bin zu jeder Schandtat bereit 🙂

This post is part of the thread: Radtour 2011 – Eckel – Basel – an ongoing story on this site. View the thread timeline for more context on this post.

  1 comment for “Fazit

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