Winningen und der Schnitzeltag!

Wie sich doch die Laune ändert. Die gestrige Absteige (Hotel Hansa in Lemgo) war eher ein Sterbezimmer. Dunkel, klein, hässliche Dusche, auf dem WC sitzend stieß man mit den Knien an die Wand und es war insgesamt ungemütlich.
Und jetzt der diametrale Unterschied. Landhotel Kussmann (Wrexen). Großes Zimmer, tolles Bad, Balkon, hell und freundlich. Und günstiger.

Aber ich fange lieber von vorne an. Heute morgen war ich platt. Die Knie taten weh, die Nacht war eher schlecht und die Laune dementsprechend. Die ersten 20km waren ätzend, gefühlt ging es nur bergauf, die Selbstgespräche wurden unfreundlicher

[Bin gerade gerührt. Ein älterer Mann vom Nachbartisch hat meinen kurzen Dialog mit meinen Nachbarn gehört und hat mir gerade einen Fahrradplan von der Umgebung geschenkt und mir Tipps für die Fahrt gegeben.]

… wo war ich stehengeblieben … ach ja die Moral heute morgen.

Die gesamte Strecke war eigentlich nur bergauf, die Durchschnittsgeschwindigkeit konnte dem Graswachstum Konkurrenz machen.

Gegen Mittag habe ich dann auf einem Hügel Pause gemacht, ein kleiner Bach floss dort und eine alte Statue stand am Wegrand. Nicht weit entfernt standen ein paar Rehenund alles war so ruhig. Diese Pause tat so gut, Ideen wie “Dann fahre ich kleinere Strecken mit dem Zug” wurden verworfen und die Laune stieg.
Danach taten die Anstiege nicht mehr so weh, die Schmerzen in den Knien wurden weniger und die Selbstgespräche positiver.

In Willebadessen kam ich mit ein paar Leuten ins Gespräch. Der eine wurde nicht müde, mir Wilingen zu empfehlen. Die Skischanze dort sei beeindruckend. Meinen Einwand, ich sei nicht auf Sightseeingtour ignorierte er durchweg.

Höhe Scherfrede / Wrexen habe ich dann über HRS meine jetzige Unterkunft gefunden.

Ich sitze jetzt in dem dazugehörigen Gasthof und höre den Leuten an den Tischen um mich herum zu. Das wahre Leben. Scheiß auf Internet oder die Hochglanzwelt in den Medien.

Nachtrag: meine Regierung hat mich darauf hingewiesen, dass meine Beiträge hier zum Teil viele Rechtschreib- bzw. Flüchtigkeitsfehler beinhalten würden. Ich schreibe alle Beiträge über das iPad, das Vielschreiben ist etwas mühsamer als über eine normale Tastatur, da passieren solche Fehler.

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  1 comment for “Winningen und der Schnitzeltag!

  1. J.Riedel
    30. März 2011 at 09:48

    Hi,Mark!
    Wenn ich Dir sage :”Nicht aufgeben!” klingt das vielleicht wie von einem Couchpotato, ist aber stolz gemeint.Denke dennoch an Deine Gesundheit, sei vorsichtig und bleibe gesund.
    LG M. a. D.
    PS wir besuchen heute Peter und Annelie Kramer.

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