Für Finanzchaoten wie ich …

Ende letzten Jahres habe ich über einen Podcast von der Software/Seite YNAB (you need a budget) erfahren. Das Prinzip ist auf den ersten Blick recht simpel; es gibt das Einkommen X was man in Budgettöpfe aufteilt, neben den Fixkosten (Miete, Strom, Gas etc.) sind das auch die variablen Kosten … bei mir waren das z.B. mindestens drei Mal die Woche ein Kaffee to go samt zwei belegten Brötchen … was mal mindestens schlanke 5EUR kostete, dazu kamen zwei drei Latte bei der Arbeit (neben den Kosten hatte das kalorientechnisch auch eine gewisse Auswirkung). Da kommt man im günstigen Fall auf 60EUR/Monat. Und hier kommt der erste Pluspunkt der Software, sie führte mir vor Augen, für was ich eigentlich wieviel Geld ausgebe.
Schnell waren für die einzelnen Posten die Budgettöpfe eingetragen und genau so schnell stellte ich fest, dass es da ein Ungleichgewicht zwischen Rein und Raus gab. Man kann sich halt , übertrieben gesagt, nicht jeden Monat das neueste Apple-Gerät anschaffen. Also ging es an die Optimierung der Ausgaben bzw. das Hinterfragen, ob es diese oder jede Ausgabe wirklich sein muss … „und warum habe ich eigentlich zwei Cloudanbieter mit der fast identischen Funktionsauswahl?“ usw.
Nach drei Monaten habe ich jetzt einen sehr guten Überblick über meine Kosten, und die Ausgabe „Pauli Dauerkarte“ haut mich finanziell nicht mehr ganz so aus den Socken wie die Jahre zuvor. Schließlich habe ich für jede große Ausgabe (sogenannte rainy days) ein Budgtetopf angelegt, mit dem ich monatlich die Ausgabe anspare. Da ich das Prinzip erst ab Januar umgesetzt habe, sind die monatlichen Kosten für eine Ausgabe, die Mitte des Jahres stattfindet zwar recht hoch, danach sinkt sie aber deutlich.
Ich habe in den letzten Monat ein ganz neues Gefühl an mir festgestellt: Ich bin knauserig geworden 🙂

… übrigens, die Software/Seite hat einen Nachteil … sie veranschlagt 4,50€ meines monatlichen Budgets 🙂 … aber das ist sie wert.

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