Radtour 2015

So schnell es anfing, so schnell ging es dann auch zuende. Vor einer gefühlten Ewigkeit (Samstag den 16.5.) saß ich im Zug auf den Weg nach Hamburg zurück. Zehn Tage und etwas über 1030km auf dem Rad lagen da hinter mir. Wie schon bei den Touren 2011 und 2013 gibt es ein kurzes Resume.

Und wie jedes Mal danach gibt es schon erste Ideen für die nächste Tour.

Bilder:

Alle Bilder von der Tour findet ihr hier.

 

„Tagebuch:“

Ich habe versucht, jeden Abend meine Erlebnisse des Tages in einem kurzen Blogeintrag niederzuschreiben.

 

Zahlen:

Tage: 10

Zurückgelegte Kilometer: 1034,54

Zurückgelegte Höhenmeter: 3566m

Zeit (Gesamt in h inkl. aller Pausen): 83:19h

Durchschnittliche KM-Leistung pro Etappe: 103km

Längste Etappe: 14.05. Schwemlingen – Kusel – 127,13km

Längste Etappe in Zeit (inkl. aller Pausen): 07.05. Bruchhausen-Vilsen nach Tecklenburg – 10:13h

Kürzeste Etappe: 11.05. Leutesdorf – Ernst – 83,81km

Kürzeste Etappe in Zeit (inkl. aller Pausen): 14.5. Kusel – Bingen am Rhein – 6.00h

Stärkste Steigung: Knappen Kilometer den Weinberg kurz vor Bingen rauf; 12-14%

Höchster Punkt: nicht wirklich nennenswert

Kalorienverbrauch laut Polar (gesamt): 55.243kcal (ich liebe die Kalorieangaben 🙂 )

Anstrengendste Etappe: 07.05. Bruchhausen-Vilsen nach Tecklenburg; von der Distanz her nicht die längste, aber der Regen zwischendurch, der ständige Gegenwind und die Steigungen (besonders die letzte nach Tecklenburg hoch) haben mich geschafft.

Schönste Etappe: 12.05. Wintrich nach Schwemlingen; Mir hat die Saarschleife sehr gefallen. Die Saar ist ein gemächlicher Fluss und so war auch die Etappe. Sehr entspannt, viel Natur und Ruhe

Kosten: Man kann sagen „Pro Kilometer 1 EUR“ (inkl. Hotels, etwaige Anreise- bzw. Abreisekosten, Ernährung etc)

Meine „Helfer“

iPhone 5s

Ganz klar muss man hier das iPhone als erstes nennen. Besonders bei den Touren ohne expliziten Radweg (inkl. Schilder etc.) hat mich Google Maps auf dem iPhone zügig geführt. Am zweiten Tag zeigte mir morgens mein Garmin Fahrradcomputer, dass es 180km bis nach Tecklenburg seien, was mich bass erstaunte, da ich am Vorabend 121km über Google Maps errechnet hatte. Maps auf dem iPhone beruhigte mich und wies 121km aus, die sind es dann am Ende auch geworden.

Vorteile:

Maps mit GPS-Tracking, Fotografieren, Internet, Telefonieren

Nachteile:

sehr schlechter Akku, theoretisch recht empfindlich (siehe unten warum „theoretisch“)

 

Klar gab es aber auch Situationen, in denen ich das iPhone in die Ecke feuern wollte:

 

DankeGoogleMaps

 

Garmin Edge 705

Während das iPhone schon nach vier Stunden Google Maps (inkl. GPS-Tracking) und ab und an mal ein Bild gen 0% Akku ging, hat der Garmin noch fast vollen Akku gehabt.

Klar hat er nicht das große helle Display und die ganzen anderen Schickie-Funktionen, aber er is echt sparsam und ein Arbeitstier; habe ihn mittlerweile über sieben Jahre, er hat diverse Stürze, Regengüsse etc. überlebt. Da verzeiht man ihm (meistens) seine bisweilen abenteuerlichen Routenführungen und seine Behäbigkeit bei der Berechnung von Routen.

Vorteile:

Akku hält und hält und hält, extrem Widerstandsfähig gegen über Stößen, Wasser, etc., Kartenmaterial und Routing

Nachteile:

doch sehr behäbig, wenn man neues Kartenmaterial möchte, ist dies sehr teuer

 

Schutzhülle für das iPhone

Ich habe zu meinem 40. … äh 30. …. eine Schutzhülle von Lifeproof geschenkt bekommen, dazu habe ich mir dann noch den entsprechenden Arm füs Fahrrad geholt. Bis zur Tour habe ich diese kaum genutzt; auf der Tour aber habe ich die Kombination zu schätzen gelernt. Selbst bei Regen war das iPhone geschützt, und das obwohl das Display quasi frei liegt. Die Hülle schließt extrem bündig ab.

 

Vorteile:

Extrem robust, alle wichtige Anschlüsse und Bedienflächen erreichbar

Nachteile:

recht teuer und etwas kolbig (eignet sich nicht wirklich als Hülle für den Alltag)

 

Ortlieb Fahrradtaschen

Seit Jahren begleiten mich bei meinen Radtouren – aber auch jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit – meine Ortlieb-Fahrradtaschen; mal ist es nur eine und bei den Touren zwei (einmal die konventionelle Back Roller und/oder das Office Bag). Letztgenanntes ist für die Tour eher ungeeignet, da das Volumen doch recht eingeschränkt ist. Perspektivisch werde ich mir einen weiteren Back Roller holen und den alten vielleicht auch irgendwan mal austauschen.

Die Taschen haben einige Stürze hinter sich, halten aber extrem dicht (obwohl die eine Tasche schon ein kleine Loch hat).

TIPP: Bei Globetrotter bekommt man einige Modelle (dann mit einem Globetrotter-Logo und manche in kreischend orange) für 10-20 EUR günstiger.

Vorteile:

viel Stauraum (besonders bei den Back Rollern), wasserdicht, sehr stoßfest, sehr gutes System zum Fixieren am Rad

Nachteile:

Das Office Bag hat deutlich zu wenig Stauraum, das Format ist eher unpraktisch für Radtouren

 

CamelBak:

Diesen Rucksack habe ich mir vor der Tour Basel – Berchtesgaden geholt. Er ist klein und handlich, und man hat in der hinteren Einheit eine Wasserblase, die über einen Schlauch einen mit Wasser versorgt. Man kann so ohne eine Trinkflasche von „unten“ zu holen, kurz am Schlauch nuckeln und Wasser trinken. Besonders auf der extremen anstrengenden Tour 2013 mit Temperaturen bis 35-36 Grad war Wasser das wichtigste, und ich habe die Wasserblase alle 3-4 Orte ausgefüllt (was in Bayern wunderbar klappt, da jeder Ort einen Brunnen hat).

Für die Tour 2015 hatte ich den Rucksack auch eingeplant und es war auch alles vorbereitet; beim Aufsetzen merkte ich aber, dass der Rucksachk nass war, es scheint, dass der Dichtungsring porös geworden ist und Wasser durchlässt. Ich habe dann auf den zweiten Fahrradrucksack (in schwarz/grau) wechseln müssen; der deutlich größer und für Touren > 8h weniger geeignet ist. Hinzu kam, dass ich dann die spontane Idee hatte, mein MacBook Pro doch mitzunehmen, was nach acht – zehn Stunden auf dem Rücken viel zu schwer ist (das MBP wanderte dann auch in das Office Bag).

Vorteile:

Leicht, ausreichend Stauraum, Wasserblase für schnelles und unkompliziertes Trinken

Nachteile:

Nach knapp zwei Jahren scheint die Wasserblase irgendwie undicht zu sein, ärgerlich; es gibt einen Riemen im unteren Bereich, mit dem man den Rucksack über den Bauch fixieren kann, das tue ich eher selten und wenn nicht, dann baumeln diese blöden, langen Riemen hinten runter

 

Lenkertasche:

Als weitere Tasche kommt eine Ortlieb Lenkertasche Ultimate hinzu. Die Druckknöpfe zum Schließen/Öffnen der Tasche sind zwar etwas friemelig, aber als Ort für die wichtigsten Sachen auf der Fahrt selber ist die Tasche perfekt. Hier habe ich das Portemonaie, Proteinriegel oder andere Snacks, und meine neueste Errungenschaft:

Vorteile:

Perfekter Ablageort für „dynamische“ Sachen bei einer Fahrradtour; per Klickfix schnell abnehmbar; Fahrradkarten können in einer Folie gelegt auf die Tasche geklickt werden

Nachteile:

Die Druckknöpfe zum Öffnen und Schließen der Tasche sind friemelig. Die Tasche hat keinen kleinen Tragehalter und der lange Riemen zum über die Schulter hängen halte ich für unpraktikabel.

 

 

Anker Astro Pro2 2.Generation

Ja, das Ding ist ein ganz schöner Trümmer und mit über 500gr nicht gerade ein Leichtgewicht, aber für eine Etappe von 10h und mehr braucht man einen Akkublock, wenn man denn technische Helfer bei sich hat. Die Prozentanzeige beim iPhone geht zum Beispiel wie ein Countdown runter, wenn man Google Maps nutzt. In Verbindung mit der Fahrradtasche (Akkublock einfach dort rein) und der Lifeproof-Hülle (Lightning-Anschluss kann genutzt werden) ist der Akkublock die perfekte Ergänzung und er hält sehr lange.

Vorteile:

Strom bis der Arzt kommt

Nachteile:

recht schwer und groß, kein Schnäppchen

Gesamtstrecke (Einzelstrecken folgen darunter):

 

Tourabschnitte

 

06.05.15 Klecken – Bruchhausen/Vilsen

07.05.15 Bruchhausen/Vilsen – Tecklenburg

08.05.15 Tecklenburg – Recklinghausen

09.05.15 Recklinghausen – Monheim am Rhein

10.05.15 Monheim am Rhein – Leutesdorf

11.05.15 Leutesdorf – Ernst

12.05.15 Ernst – Wintrich

13.05.15 Wintrich – Schwemlingen

14.05.15 Schwemlingen – Kusel

15.05.15 Kusel – Bingen am Rhein

This post is part of the thread: Radtour 2015 – Eckel – Bingen am Rhein – an ongoing story on this site. View the thread timeline for more context on this post.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.