Wäschewaschen für Fortgeschrittene

Die Nacht war ok und auch das Frühstück lecker … ich gebe aber zu, dass ich langsam keine unterschiedlichen Hotels mehr sehen kann; habe ich auf meinen Radtouren aber immer zur Mitte/Ende hin.
Es ging an der Mosel also weiter entlang vorbei am angeblich weltberühmten Beilstein; in der Tat das Örtchen ist sehr malerisch und ich kam an, als die Mosel gerade ganz ruhig war, so dass es ein schönes Bild mit Wasserspiegelung gab.
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Kurz danach traf ich A. (Name ist der Redaktion bekannt ;-), A. ist Rentner und fährt sehr häufig Tagestouren mit seinem e-Bike. Er war früher Ingenieur und lebt einen sehr komfortablen Ruhestand mit seiner Frau in einem Häuschen im Saarland. A. war bzw. ist kein Kind von Traurigkeit und so ließ er mich an den Weisheiten seines Lebens teilhaben. So ein e-Bike zum Beispiel müsse mindestens 2.000€ kosten, schließlich würden die gut aussehenden Mädchen ja auch die teuersten sein. Zwischendurch war immer wieder verzückt, wie lange der Akku seines Rades halten würde.
In Zell hielten wir auf einen Kaffee an und plauderten über die Welt. A. zeigte mir voller Stolz sein Schweizer Taschenmesser, was ein jeder Mann immer dabei haben sollte. Seine Fahrradkarte von der Mosel war sein voller Stolz, und in der Tat hatte sie den Vorteil, dass man dort die Flusskilometer entnehmen konnte; denn Luftlinie ist an der Mosel alles dicht, fährt man die Strecke aber am Fluss lang verdoppelt sich die Strecke mindestens.
Danach ging es mit einem guten Tempo Richtung Lösnicht; wo sein Mercedes Cabrio SLK stand. Hier aßen wir das „Stammgericht“ in dem Gasthof, wo er immer unterkommt. Mit dem Blick gen Himmel (es sah verdammt nach Gewitter aus) verabschiedete ich mich und fuhr weiter. Ich merkte aber recht schnell, dass ich ziemlich platt war und das Wetter war mir auch nicht geheuer, so kramte ich das iPad hervor und suchte mir in gewohnter Weise über hrs ein Hotel raus.
Mein Zimmer in dieser Nacht hatte sogar einen Balkon und ich kam auf die glorreiche Idee, meine Fahrradklamotten zu waschen und draußen aufzuhängen, schließlich blies der Wind recht kräftig und die Klamotten würden ja wohl in Windeseile trocken sein.
Pustekuchen! Kaum war ich mit dem Waschen fertig, ließ der Wind nach und ich machte mir langsam sorgen, ob die Klamotten bis zum nächsten Morgen trocken sein würden. Ich habe mich dann ins Bad gesetzt und die Sachen trocken gefönt. Die Idee, die Heizung aufzudrehen, habe ich gleich verworfen, die Heizung war nicht an.
Heute morgen aber, oh Wunder, sind die Klamotten trocken.
Wie jeden morgen spule ich das gleiche Ritual ab; Wecker klingelt um 6 Uhr, ich döse noch ein bisschen, quäle mich hoch wie ein alter Mann, dusche und creme mich ein, die fahrt an der Sonne greift die Haut ziemlich an und ich könnte alle Stunde in einen Trog Creme eintauchen. Danach werden die Taschen gepackt und es geht zum Frühstück runter, beim Hochgehen zahle ich die Bleibe, hole die Fahrradtaschen (die gewichtstechnisch auch die Steinesammlung aus dem Naturkundemuseum beinhalten könnten), klemme eben welche aufs Rad, Garmin und Polaruhr starten und los gehts.

Die Strecke von gestern:

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