Sonnenbrand auf dem Handrücken tut auch Hobbits weh

Wenn man um 20:00 vor dem Rechner sitzt und Sekundenschlaf hat, dann muss das ein harter Tag oder eine harte Nacht gewesen sein. Bei mir ist es von beiden etwas; die Nacht war doch eher schlecht; und als der Wecker um 6:55 zum Klingeln ansetzen wollte, war ich schon seit einer Stunde wach.
Nach einer heißen Dusche (die zugegeben nach einer haben Stunde auf dem Rad sowieso für den Hintern ist) und einem guten Frühstück ging es für einige Zeit am Rhein-Herne-Kanal entlang. War der Wind in den letzten Tagen schon nervig, so potenzieret sich das Problem heute deutlich. Es ging nach SüdWesten und der Wind kam aus Südwesten. Der Kanal bot hier keinen nennenswerten Windschutz, so dass ich den ganzen Tag eigentlich Gegenwind hatte.
Bei Oberhausen verließ ich den Kanal … wobei … eigentlich kann ich das nicht genau sagen, die Städte vermischen sich im Ruhrgebiet extrem. Einzig Duisburg war sehr markant und lang. Reckinghausen, Bottrop und Oberhausen waren da eher Randerscheinungen.
In Duisburg fuhr ich das erste mal an den Rhein lang, um aber gleich auch wieder zurückzufahren, da Google Maps mir eine andere Strecke vorschlug.

An dieser Stelle mal ein paar „Radweisheiten“, die ich auf meinen Touren und besonders dieser hier gelernt habe:

1. Die kürzeste Strecke ist oft für’n Ar***.
2. Google Maps hat meistens Recht, bis auf:

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3. Die Zeitangaben bei Google Maps sind eher armstrongscher Welten entsprungen.
4. Das nächste Mal werde ich noch minimalistischer packen.
5. Anfang Mai kann man wettertechnisch Glück haben, aber auch nicht.
6. Man darf sich nicht schämen, wenn man am Ende des Tages nach einem Weizenbier das Gefühl hat, man hätte gerade einen Kasten Astra und eine Flasche Helbing hinter sich.
7. Sonnenbrand auf dem Handrücken tut extrem weh.

tbd

In Düsseldorf nervte mich die Großstadt, ich kam kaum voran, nur dank Google Maps kam ich am Ende recht gut durch und es ging danach am Rhein entlang. Den Plan, diesen tag nach Köln zu fahren, hatte ich zwischenzeitlich begraben, zum einen merkte ich, dass diese vielleicht doch etwas zu lang werden würde, zum anderen gab es kein halbwegs günstiges Hotel in Köln, bei ich mein Rad sicher abstellen konnte. Die Hotels in der City sind hier eher ungeeignet. Am Ende entschied ich mich für Monheim als realistisches und interessantes Ziel. Und so bin ich bei Frodos Verwandten gelandet. Die Zimmertür muss bei 1,75m sein, jedenfalls bin ich vorhin in Gedanken versunken gegen den Türrahmen mit dem Kopf gedengelt und ich bin wahrlich kein Riese. Und beim Duschen habe ich mir fast den Hals verrenkt, da diese so niedrig ist.

Morgen habe ich Wochenende! Das Hotel bietet Sonntags erst ab 8 Uhr Frühstück, so dass ich ausschlafen kann. Wahrscheinlich aber werde ich ab 5 Uhr wach im Bett liegen.

Wohin geht es morgen? Keine Ahnung, wahrscheinlich den Rhein lang. Interessant wird es dann bei Koblenz. Biege ich die Mosel ab? Oder fahre ich bis Mainz und biege in den Main?
Koblenz mit 115km von hier aus, ist nicht erreichbar, da ich morgen vormittag in Köln halten will, so dass ich eher von einer Strecke um die 90 ausgehe (schließlich kann ich morgen ja auch nicht so früh los). Ich tippe mal auf Leutesdorf … und interessant wäre hier das „Cafè am Rheinsteig Pension“; 35€ … wahrlich ein Schnapper!

Wettertechnisch werden die nächsten drei Tage klasse. Morgen sehr warm und trocken; danach geht zwar die Temperatur runter, aber es bleibt trocken … danach muss ich kreativ und positiv denken.

Gute Nacht Johnboy und Marybeth

Die Strecke:

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