Nachtrag zu gestern

Ich bin gestern so nonchalant über den Tag hinweg gegangen. Da ich abends mit einem sehr alten Freund und meinen Trauzeugen verabredet war, blieb kaum Zeit über den Tag zu berichten.
Gestern war der erste richtige Regentag seit dem ich mit meinen langen Radtouren begonnen habe, klar es gab mal eine halbe Stunde ganz leichter Nieselregel am Morgen meines ersten Tages auf der Tour Basel – Berchtesgaden und auf der ersten Radtour gegen Ende kurz vor Offenburg hat es kurz genieselt, aber das gestern war ein handfester Regentag. Zwischendurch gab es trockene und auch warme Perioden, aber sehr oft gab es starke Regenschauer und die Temperatur lag bei 11-14 Grad.
Und das Ganze begann eigentlich schon morgens mit dem Aufsatteln, den ganzen Morgen davor war es trocken, aber mit dem Losfahren fing es an.
Aber fangen wir mit dem Positiven des Tages an: Das Hotel Forsthaus Heiligenberg ist spitze. Tolle Zimmer, ich habe wie ein Baby geschlafen, das Frühstück war sehr sehr lecker und reichhaltig, und das Personal ist total freundlich.
Als ich vorgestern dort ankam, stand ein 3-4 jähriges Mädchen mit einem Dalamatiner vor der Tür und fragte mich sofort wer ich denn bin und woher ich komme. Ich setze mich auf die Treppen zum Eingang und wir plauderten lang und ausgiebig. Sie war echt ein kleiner Sonnenschein, etwas altklug, aber vielleicht verstanden und wir uns des Wegen so gut ;-). Später sah ich sie auf der Treppe sitzen, Nase an Nase mit dem Dalmatiner. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Hof und das Land drum herum noch ein letzter Hort der Glückseligkeit für Kind und Eltern ist.

Die Fahrt gestern gestaltete sich durch den Regen und den sehr starken Gegenwind als ziemlich schwierig. Und so sehr ich mich auf meinen alten Kumpel in Tecklenburg freute, so sehr schwebten die 122km bis dahin wie ein Damoklesschwert über mir; gekrönt wurde die Fahrt durch die „Bergwertungen“ in Ostercappeln, Osnabrück und die Königswertung nach Tecklenburg hoch. Mein Kumpel wohnt zudem auf dem höchsten Punkt in Tecklenburg (61 auf 194m, auf einer sehr kurzen Strecke, mit steilen Rampen), und als sie mich mit Laola empfingen, fiel ich fast vom Rad.
Als wir beim Essen saßen, erzählte er mir, dass Tecklenburg Bestanteil eins Weltcuprennens dieses Jahr geworden sei, da man für den Wettkampf eine entsprechende Bergwertung brauchte; viele Radfahrer aus Holland und der Umgebung würden wegen der Berge auch nach Tecklenburg kommen.

Ich war relativ früh im Bett und habe „beschissen“ geschlafen.

Die Route:

Ach ja, die Krönung des Tages war Google Maps, das standfest behauptete das dort ein Weg sei:

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