Wind gibt einem nichts zurück

Ein weiser Spruch eines Fahrradphilosophen … oder wem auch immer.

Aber ich will von vorne beginnen. Das Drama um den Streik, den geplanten Zug, der ausgefallen ist und dem Rest will ich nicht aufwärmen, nur soviel: Ein Streik muss wehtun und wir Wohlfühluschis in Deutschland schreien sofort auf, wenn man mal nicht einer Meinung ist … nichts anderes kann es sein, warum u.a. Mutti weiterhin Bundeskanzlerin ist.

CUT

Heute morgen um 7:45 ging es dann endgültig los, es gab eine kleine Verzögerung, da ich feststellen musste, dass mein CamelBag (Rucksack mit Trinkblase) undicht war und ich schnell den Rucksack wechseln musste, da ich mir aber jeden Scheiß kaufe, konnte ich hier aus den Vollen schöpfen. Es ist der große Deuter-Rucksack geworden, was dann auch den Vorteil hatte, dass ich mein MacBook Pro mitnehmen konnte, worauf es sich doch deutlich besser schreiben lässt … leider drückt das Gewicht aber ganz schön auf den Rücken, so dass ich mir für morgen eine andere Lösung einfallen lassen muss.
Kurz vor Tostedt fiel mir dann ein, dass ich meinen Person zuhause vergessen habe, was womöglich bei den kommenden Hotels ein Problem werden könnte, aber da lasse ich mich mal überraschen (ich habe den alten aber entwerteten Perso durch Zufall noch im Portemonnaie)
Auf die Überschrift kommend, fiel mir schon relativ früh auf, dass der Wind aus Süd-Süd-West kommt, was sich fataler Weise mit der Fahrtrichtung deckt. Besonders in der Marschebene der Weser war das echt eine harte Nummer.
Während die Anstrengungen bergauf durch das bergab kompensiert werden, ist das beim Wind halt nicht der Fall; wenn er von vorne kommt, dann bleibt das in der Regel auch so.
Die heutige Landschaft ist natürlich nicht vergleichbar mit den Bergen und Seen von der Tour vor zwei Jahren, sie hat aber auch ihren Reiz.

Heute abend bin ich im Hotel Forsthaus Heiligenberg untergekommen; 4 Sterne und dementsprechend ist auch das Zimmer und das Personal. Klasse. Das Essen war auch sehr gut (wenn auch etwas teuer) und ich freue mich jetzt schon auf das Frühstück.
Da es in dieser Gegend keine anderen Hotels gibt, war die Wahl recht einfach.

So, ich gehe ins Bett. Gute Nacht Johnboy und Marylou

Daten zur Strecke:

Distanz: 108km
Gesamtanstieg: 329m
Dauer: 8:38 (brutto)
über die Durchschnittsgeschwindigkeit brauchen wir nicht reden, aber die Pausen und der Gegenwind haben ihr übriges getan.

Die Strecke sei an dieser Stelle kurz skizziert:

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