Röhrenabend

Wir nähern uns dem Jahresende. Leider gab es nicht so viele Röhrenabend wie in den Jahren zuvor, die Zeit hat es nicht zugelassen.

Bei der Zusammenstellung der Lieder tat ich mich anfangs schwer, nach zwei – drei Liedern entschied ich mich plötzlich für ein Motto meinerseits: Soundtracks.

Seitens Ronald war es das “CD-Erbe” eines verstorbenen Freundes zu sichten und hören.

Es wurde ein toller Abend.

Ungewohnt war der Rahmen des Abends, es gab keine Tiefkühlpizza vorweg 😉 und das Wohnzimmer war zwischenzeitlich neu ausgestattet und umgestellt worden. Die Anlage und Boxen standen an der Wand, während die neuen und ultragemütlichen Sofas am Fenster standen. Auf den neuen Sofas sitzend, hat man bei bestimmten Bässen die Vibrationen im Unterkörper gespürt.

Und wie beim letzten Mal liste ich die Lieder nach der Abspielreihenfolge auf.

 

Zudem gibt es auch dieses Mal wieder die Playlist für Deezer

 

Draconian Dream – Audiomachine (Soundtrack zu Call of Duty – Advanced Warfare) [Mark]

Wooow! Sehr sphärisch und druckvoll. Es ist faszinierend, dass es mittlerweile Soundtracks für Spiele gibt, die zum Teil von ganz Großen ihrer Zunft gemacht werden (siehe der Interstellar-Song ein paar Songs später von Hans Zimmer).

Man soll ja sein Schrott nicht gleich am Anfang verschiessen, aber das war der perfekte Start für den Röhrenabend.

 

Immigrant Song – Karen O with Trent Reznor and Atticus Ross [Mark]

Und wo wir gerade dabei waren, ging es druckvoll und sphärisch weiter. Was für eine geniale Cover-Version eines alten Led-Zepplin-Songs. Den Film “The girl with the dragon tattoo” habe ich bis heute noch nicht gesehen, sollte ich wohl aber mal nachholen.

Forget Regret – Renee Neufville w/ Roy Hargrove’s RH Factor [Ronald]

Sehr groovig und trotzdem klar in der Aufnahme. Sehr schöner Song!!

Bei youtube habe ich nur Live-Verisonen gefunden.

 Glory box – John Martyn [Ronald]

Eine Entdeckung des Abends war John Martyn. Glory box (im Original von Portishead) ist ein großartiger Song und er hat ihn sehr schön interpretiert und textuell auch angepasst. Und ohne es zu wissen, setzte Ronald mit dem Song mein Motto fort. Der Song ist auf dem Soundtrack zu “Colombiana” drauf

Thunderball – Tom Jones [Mark]

Ich bin einfach ein Bond-Liebhaber. Samstag Nacht und ein alter Bondstreifen – das ist die beste Kombo. Auch Thunderball gehört zu den Alltimes und der Titelsong ist in meinen Top5 der Bond-Songs.

Tom Jones hat einfach eine unglaubliche Stimme; später am Abend gab es eine weitere Kostprobe und auch ein Beispiel, wie ein Duett zu einem einzelnd gesungenen Song werden kann.

 

Hier die Opening Sequence und danach eine live gesungene Version von Tom Jones 2012 (mit 72 Jahren …)

Feuer frei – Rammstein [Mark]

Soundtrack? Rammstein? Oh ja! Rammstein ist auf einigen OSTs zu hören. U.a. auf dem Soundtrack zu Triple XXX. Der Film ist ok und nett für einen Sonntag abend. Und in der ersten Szene bekommt Rammstein ihren Auftritt. Sehr coole Szene!

Der Anfang des eigentlichen Songs ist ja eher ruhig und als es losging, zuckte Ronald leicht zusammen. Der Sound ist für die Art der Musik gut und druckvoll! Teilweise etwas zuviel Geschrammel.

 

Rejoice – Tuck & Patti [Ronald]

Toller harmonischer Song. Man wähnt sich in Afrika.

 

The power that ate people – Peter Gabriel[Ronald]

Gabriel hatten wir länger nicht mehr und der Song war ein Grund zu hinterfragen warum. Klasse. Sehr verspielt und kreativ. Und die Soundqualität ist wie immer herausragend.

Song of the lonely mountain – Neil Finn [Mark]

Es gibt einige Songs, bei denen man beim Hören einen passenden Film auch im Kopf hat. Bei dem Song ist es bei  mir jedenfalls so. Ich sehe die Truppen der “Guten” sich sammeln und beim Refrain mit den Schwertern auf das Schild schlagen … und das, ohne dass ich Drogen genommen hätte 😉

Die Qualität des Songs ist sehr gut und mir macht das Lied viel Spaß!

Ach ja … der Song ist Bestandteil des Der-Hobbit-OST.

Quite like silver – Edwyn Collins [Mark]

Den Film “The possibilities are endless” kenne ich nicht, aber zum Glück kenne ich jetzt einen Song vom Soundtrack. Sehr schöner Sound und atmosphärisch. Ronald: “Stimmig”

Ich habe im Netz so spontan keine gute Version gefunden, daher eine eher schlechte als groben Eindruck

 

 

Tablatic – On/Off [Ronald]

Ein Bienenschwarm kommt auf einen zu! Was für Sounds! Auge schließen und dahingleiten!

Es gab im freuen Netz keine Version; zu finden ist der Song aber in meiner dazugehörigen Deezer-Playlist

 

Red right hand – Nick Cave and the bad seeds [Mark]

Ein alter Bekannter unserer Röhrenabende! Der Song ist sehr kreativ. Einfach mal den Kopfhörer aufsetzen oder die Boxen aufdrehen und das Spiel der Töne über die Boxen anhören.

Der Song ist auf dem Soundtrack von Peaky Blinders.

Woman to woman – Joe Cocker [Mark]

Man erkennt ihn nicht sofort, aber dann mit Macht. Ich finde den Song klasse, es ist aus seiner größten Zeit. Woodstock liegt gerade drei Jahre zurück, er ist immer noch voller Energie (und Drogen) und extrem powerful. Er ist Bestand des Samplers “The Tarantino Experience”

 

 

Landscape of love – M people [Ronald]

Naja, nett aber auch langweilig. Haben wir abgebrochen und als Streichergebnis gewertet.

 

The cat won’t work tonight – John Martyn [Ronald]

Sehr verspielt und qualitativ wirklich sehr gut. Schöner Song! Verspielt.

 

Doing wrong woman – Johnny “Guitar” Watson [Ronald]

Sehr lustiger Song. Großartige Gitarre. Und die verzerrte Stimme. Klasse

es gibt leider keine frei verfügbare Version von dem Song im Internet. Um sich einen Eindruck von Johnny zu machen, hier mal eine herrliche Aufnahme aus den 90ern

Uninvited – Alanis Morissette [Mark]

Der Film (City of angels) war großer Bullshit und ich wurde damals quasi genötigt, in den Film zu gehen, aber was tut man(n) nicht alles für eine Frau 😉

Der Song ist aber eine kleine Überraschung gewesen. Sehr klare Stimmte und wunderschön. Und die Frau gehört für mich zu den schönsten.

Hier mal zur Abwechslung eine “gewollte” Live-Version:

 

Little drop of poison – Tom Waits [Mark]

Auch er ist auf vielen OSTs zu finden. Shrek 2 passt zu diesem Song. Herrlich verspielt. Und wie immer ein ganz spezieller Sound.

 

Highway 13 – Jimmy Johnson [Ronald]

Sehr schöner Blues!!! Toller Sound. Leider kein dazugehöriges Video im Netz.

 

The Man Who Loved The Earth – The Hand That Sold Shadows – Peter Gabriel [Ronald]

Ronald “Der erste Song was besser” und das konnte ich so unterschreiben. Wieder sehr verspielt aber eher langweilig.

 

Rokia Traore – Kanan Neni [Sanne]

Eine echte Überraschung. Sann kam mit der CD rein und fragte, ob wir auch einen Song ihrer Wahl spielen. Ehrensache! Und der Song hat sich gelohnt. Klar und wunderschön.

 

No time for caution – Hans Zimmer [Mark]

demnächst schaue ich Interstellar und bei dem Film wurde der Soundtrack stark diskutiert. Es gab viele kritische Stimmen. Sollten die Songs aber alle so sein wie der folgende, kann ich die Kritik nicht verstehen. Am Anfang will man die Anlage weiteraufdrehen, der Song arbeitet sich lautstärketchnisch nach oben und wird sehr breit. Er hat was religiöses.

 

Risen from darkness – Hans Zimmer [Mark]

Und wo wir schon bei dem guten Hans sind, habe ich gleich noch einen nachgelegt. Der Soundtrack von Dark Knight bietet einen fast unerschöpflichen Fundus. Das Motto findet sich in fast allen Songs wieder und wird spielerisch eingebaut. Toller Sound!

(Ich habe beim Hören entschieden, dass ich am nächsten Abend (ich bin Strohwitwer) den Film bei Pizza, Bier und Chips gucken werden 🙂  )

 

She drives me crazy Zucchero feat. Tom Jones [Ronald]

Hier das o.g. Beispiel wie aus einem Duett eigentlich ein Song wird, der gefühlt nur von einem gesundne wird. Zucchero geht gnadenlos unter. Netter Song.

Ein dazugehöriges  nicht gesperrtes – freies Video war nicht zu finden.

 

Calm like a bomb – Rage against the machine [Mark]

Soundtrack? Jupp! The Matrix Reloaded. Aber schon im ersten war RATM mit dabei.

Der Song kommt nicht an die Qualität des ersten Albums ran, gehört aber immer noch qualitativ zu der Creme de la creme. Hier mal eine Live-Version:

(Sanne war nach einer knappen Minute aufgestanden 🙂 )

 

Und zum Abschluss bin ich dann von meinem Motto abgewichen und habe einen Non-OST Song gespielt:

Side 1, pt. 2: It’s what we do – Pink Floyd

Bei dem Album streiten sich die Gemüter. Für mich persönlich sind das wirklich die Reste, die es damals nicht auf das letzte Album geschafft haben; bisweilen abgleiten in Fahrstuhlmusik. Ich weiß nicht, ob sich der Rest von Pink Floyd damit einen Gefallen getan hat.

Der Song gehört zu den besseren und ich wollte mal einen vom Album auf der Röhre hören. Qualitativ ist es Pink Floyd: Perfekt, klar und wunderschön.

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