Röhrenabend

Gleich vorweg: Qualitativ war dies einer der vorderen Röhrenabend. Bis auf den letzten Song, den wir auch mittendrin aufgrund von Aussetzern stoppen mussten, waren alle anderen Songs von der Aufnahmequalität hervorragend!

Ronald hatte seine Musikauswahl unter ein Motto gestellt; viele Songs von wenigen Gruppen. So haben wir u.a. diverse Songs von den Simple Minds gehört. Bis dato hatte ich sie eher als Softrocker mit einer Neigung zur politischen Missionierung im Kopf, aber man kann klar feststellen, dass sie sehr kreativ sind und einen besonderen Fokus auf gute Aufnahmen setzen.

Meine Songs:

Marooned – Pink Floyd

Gehört eher zu den unbekannteren Songs von Pink Floyd, aber Ronald hatte es nach den ersten Klängen sofort als einen Song von Pink Floyd identifiziert … die Gitarre ist doch sehr markant. Der Song ist klasse. Sehr ruhig und stimmungsvoll. Über die Aufnahmequalität braucht man bei Pink Floyd nichts zu sagen. Oberste Liga.

 

Applaus, Applaus (Ruedi-Claydermann-Version) – Sportsfreunde Stiller

Da ich kein Radio höre, gehöre ich wahrscheinlich zu den wenigen Personen, die bei dem Song noch keine latente Aggression bekommen. Der Song soll laut Ronald ständig im Radio laufen. Ich habe ihn bis heute vier höchstens fünf Mal gehört und finde ihn wirklich sehr schön, besonders in der hier gehörten Version. In dem Youtube-Video sind vor und nach dem eigentlich Song noch ein bisschen unnötiges Rahmenprogramm.

Die Aufnahmequalität ist für einen Popsong sehr gut. Ich habe extra diese Version ausgewählt, da die Stimme und das Instrumente sehr schön und deutlich sich voneinander abheben.

 

 Angelica – Lamb

Bekannt geworden ist die Gruppe dem einen oder anderen durch einen Song (Gabriel), der von Opel für die Meriva-Werbung genutzt wurde. Es war eine der wenigen Werbungen, die mich durch die Aufmachung und Musik fast schon genötigt hat, das Produkt zukaufen. Lamb wird in den Triphop sortiert. Der Song ist ohne Gesang und lebt von einem sehr eingängigen und aus meiner Sicht schönen Grundmuster. Die Breaks sind typisch für die Musikrichtung. Die Aufnahequalität ist sehr, sehr gut.

 

Song for Ireland – Maria Black

Eigentlich traurig, dass der sinnbildlichste und schönste Song über Irland von einem Briten geschrieben wurde. Es gibt diverse Interpretationen des Songs, mal ist es Luke Kelly  und in diesem Fall Mary Black, DIE weibliche Stimme Irlands. Wenn ich die Augen schließe und dieses Lied höre, stehe ich an der Dingle Beach (Video bei youtube) und schaue aufs Meer oder sitze an den Cliffs of Moher und schaue auf die Aran Islands. In solchen Momenten ist die Sehnsucht groß.

So genug geschwafelt. Bei der gehörten Version handelt es sich um die ältere Version (u.a. zu hören auf Collected aus dem Jahr 1994). Die Aufnahmequalität ist klasse, und die Stimme trifft mich als Frauenstimmenfetischist ganz tief drinnen.

Und mal kurz am Rande darf erwähnt werden, dass Sie auch eine sehr hübsche und beeindruckende Frau ist.

Saw Black Head against the sky
Where twisted rocks they run to the sea
Living on your western shore
Saw summer sunsets, asked for more
I stood by your Atlantic Sea
And sang a song for Ireland

 

Percussive Pyromania – Friedemann

Zugeben, wenn man den Song so mit einem MP3-Player oder am Rechner hört, kommt er nicht so rüber, wie auf einer guten Anlage. Das Lied ist sehr klar und schön! Und es ist es wert, es mal durchzuhören!

 

I need my girl – The National

The National hatte ich bis jetzt nicht auf dem Radar … leider! Die LP “Trouble will find me” ist sehr zu empfehlen. I need my girl ist ein sehr schöner Song und auf der Anlage kommen die fast schon atmosphärischen Klänge, die unterhalb wabern, sehr schön rüber.

 

Reach for the dead – Boards of Canada

Wie den Song davor habe ich diesen auch nur durch eine Empfehlung ausgesucht. Auch bei Boards of Canada konnte ich feststellen, dass sie einer intensiven Auseinandersetzung würdig sind :-). Der Song ist klasse, sehr dicht und auf der Anlage sehr klar.

 

Amused to death – Roger Waters

Ein sehr langer und höchst kreativer Waters-Song. Sehr gute Aufnahmequalität … man denkt immer, dass das ein Pink-Floyd-Song ist … in diesen Momenten hört man, wer die Gruppe maßgeblich neben Gilmour beeinflusst hat.

 

Smooth Operator – Sade

Schade, dass der Song so gut war, sonst hätte man einen Kalauer bringen können … 😉

Bis jetzt habe ich den Song im Radio immer als typischen Fahrstuhlsong empfunden; die warme Stimme und der Beat auf der Anlage sind aber schon beeindruckend. Aber auch so scheint es sich um eine sehr beeindruckende Frau zu handeln

 

Vuoi Vuoi Mu, Idjagiedas – Mari Boine Persen

And now to something completly different … man fühlt sich bei demSong in eine Jurte versetzt, in der eine Schamanin gerade die Ahnen anruft. Und so kann man die Musik fast schon sehen. Mari Boine hat eine sehr interessante und vielschichte Vita Sie singt in ihrer samischen Muttersprach und bezieht sich auf ihre indigenen Wurzeln. Das Lied selber ist sehr mythisch und die Stimme sehr klar und schön. Auf der Anlage kam diese besonders zur Geltung.

 

Cornflake Girl – Tori Amos

Ich stehe total auf diesen Kiekser in ihrer Stimme. Der Song dürfte ja bekannt sein. Auf der Anlage kommt Amos’ Stimme sehr schön zur Geltung. Und auch hier handelt es sich um eine beeindruckende und hübsche Frau, mit einem Hang zu exzentrischen Auftritten.

 

A love supreme – Carlos Santana und Mahavishnu John McLaughlin

Der erste Ton war gespielt und Ronald meinte “Santana” und in der Tat ist die Musik sehr charakteristisch. Wer auf Gitarrensolos und spannende Ausflüge in die Welt der Musik steht, der wird diesen Song genießen.  Und beide, Santana wie auch McLaughlin, sind Meister ihres Genres!

Und ja, der Song ist lang, aber das brauch er auch.

 

Nur der Form halber, der letzte Song Part VII von der A Pleasant of Gray-Scheibe von Fates Warnung … Laaaaaangweilig!

 

Ronalds Songs

Wie bereits geschrieben, war sein Motto Viele Songs von wenigen Gruppen. Und so waren es primär Songs von Simple Minds und den Beatles. Hinzukamen jeweils ein Song von Uriah Heep, Down Tubing und als krönender Abschluss Brian Auger/Julie Driscoll. Es folgt ein kurzer Auszug.

Season of the witch – Julie Driscoll/Brian Auger

Alter Schwede! Ich kann nur dringend empfehlen, sich das Video unten zu dem Song anzuhören. Man bekommt dann einen sehr guten Eindruck über den Konsum psychadelischer Drogen zu dieser Zeit 🙂 Die Stimme von Driscoll hat was dreckiges und tolles. Der Song ist typisch für diese Zeit: Kreativ, lang und ausufernd und drogengeschwängert. Ich mag dieses Lied total!

 

Gipsy – Uriah Heep

Hammond-Orgle, lange Solos und eine markante Stimme, Uriah Heep. Ich muss gestehen, dass ich bis dato kaum Bezugspunkte zu der Gruppe hatte. Der Song hat es aber in sich. Die Stimme erinert mich irgendwie immer an die von Bruce Dickinson

 

Von den Beatles (Ronald hatte sich kurz vorher die “The Beatles 1” geholt) haben wir folgendes gespielt:

Hey Jude

Muss man nicht wirklich was zu sagen. Kulturgut und Soundfetischisten. Wenn man sich überlegt, wann die Aufnahme gemacht wurde und sich andere Strücke aus der Zeit anhört, ist man von der Qualität beeindruckt.

 

Come Together

Mit dem Song verbinde ich eine sehr schöne Version auf der “Jubiläums-CD” für George Martin gesungen von dem Schauspieler Robin Williams und Bobby McFerrin. Das Lied gehört für mich zu den besten von den Beatles.

Hier eine Live-Version von den Beatles:

 

I feel fine

 

Des Weiteren gab es folgende Songs von Simple Minds (bei denen übrigens die Vielschichtigkeit der Gruppen kennenlernt):

Boys from Brazil

 

League of Nations

 

Somebody up there likes you

 

Once upon a time

 

This is your land

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