pinBoard

Wie speichert ihr eure Lesezeichen neudeutsch bookmarks ab? Oder habt ihr keine solche Sammlung?

Die Frage, wie ich mit meinen Lesezeichen umgehen soll, hat mich etwas länger beschäftigt. Ich möchte sie überall verfügbar haben, plattform-unabhängig, nicht bei Apple in der Cloud und auch nicht bei Google. Bei letztgenannter Plattform wird die Bookmark-Lösung sehr stiefmütterlich behandelt und es ist irgendwie absehbar, dass Sie auf mittlere Sicht das gleiche Schicksal ereilen wird wie der GoogleReader.

Firefox bietet die Möglichkeit, die Bookmarks mittels Firefox-Sync zwischen allen Firefox-Installation zu synchronisieren … aber auch nur zwischen diesen. Auf dem iPhone würde mir das nicht wirklich helfen.

Irgendwann bin ich auf pinboard gestoßen … für alle, die kein Geld für gute Lösungen ausgeben wollen ist hier auch schon Schluss 🙂 Pinboard kostet Geld und ich meine mich zu erinnern, dass der einmalige Betrag sich abhängig von der Nutzerzahl ändert, aktuell kostet der Dienst einmalig $10,18.

Und was kann pinboard?

Auf den ersten Blick ist pinboard eher schmucklos. Nach der Registrierung begrüßt einen ein fast weißer Bildschirm. Erst langsam stellt man fest, dass die Lösung sehr mächtig ist. Im Folgenden stelle ich ein paar Feature kurz vor:

Verschlagwortung von Lesezeichen

Viel Softwarelösungen sehen nur vor, dass man die Lesezeichen in einem Ordner im Browser abspeichert; aber oft ist es ja so, dass Links in diverse Ordner (also Kontexte) passen würden. Hier nutzt pinboard das Prinzip der Verschlagwortung. Beim Abspeichern eines Links kann man entsprechende Schlagworte eintragen und die lassen sich dann in pinboard per Link ansteuern. Sehr praktisch.

Plugin für alle gängigen Browser

Für den Firefox, Chrome und auch Safari gibt es diverse Plugin-Lösung, um die Funktionalitäten von pinboard zu nutzen; beispielhaft seien hier ein zwei genannt:

– Pinboard IncSearch für Firefox (beim Klicken auf das Icon öffnet sich eine dezente Seite mit der Liste der Booksmarks und einem Suchschlitz, beim Eingeben eines Suchbegriffs fängt die Software an, das Suchergebnis entsprechend einzugrenzen.)

– Pinboard Extension für Firefox (mit einem Klick kann man die aktuelle Seite in eine ReadLater-Liste speichern, oder man kann Seiten sehr komfortabel mit Schlagworten etc. wegspeichern.)

Privat <> Öffentlich

Das pinboard-Prinzip lebt unter anderem davon, dass man Links miteinander teilt. So lässt sich beim Abspeichern festlegen, ob der Link öffentlich ist, also jeder der auf mein Profil geht den Link sehen kann, oder ob er privat ist. Bis jetzt habe ich eigentlich nur privat gespeichert, ich gehe aber langsam dazu über, die meisten Links als öffentlich zu markieren. Mittels eines Links kann man anderen Benutzern seinen öffentlichen “Channel” bereitstellen, und dies ohne dass der andere pinboard-Benutzer sein muss. Man kann in den Einstellungen festlegen, ob Links pauschal als öffentlich oder privat gespeichert werden. Ich werde ab jetzt meine Links nicht mehr in der Kategorie bookMarks hier einstellen, sondern nur noch über meinen pinboard-Channel.

Links per Mail speichern

Jeder Benutzer hat bei pinboard eine Mail-Adresse. Hat man also auf dem iPhone in Safari eine Seite entdeckt, die man gerne als Lesezeichen hinzufügen möchte, schickt man den Link per Mail an die Adresse. Dort angekommen wird der Link automatisiert in die Sammlung aufgenommen. Man kann zudem auch mit ein paar Schlagworten in der Mail, den Link in seine Sammlung eingruppieren. Sehr praktisch.

Perfekte Symbiose mit anderen Lösungen

Unter Wenn dies … habe ich damals den sehr praktischen Dienst ifttt.com (if this than that) vorgestellt. Beide Dienste lassen sich sehr gut miteinander nutzen; so hat ifttt einen pinboard-channel und man einige sehr interessante Workflows erstellen; z.B.: Wenn ich in meinem Newsreader einen Artikel als lesenswert markiere, speichere diese automatisch in pinboard als Link ab.

Dies sind nur ein paar der Feature von pinboard. Ich bin damit sehr zufrieden und kann es jedem empfehlen, der eine größere Lesezeichen-Sammlung hat.

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