Gute Zeiten – Schlecht Zeiten und möge der Flow mit dir sein

Ich will ja nicht ständig meckern und so kann ich vermelden, dass die letzte Nacht sehr gut war. Habe wie ein Baby geschlafen und als ich morgens aufstehen wollte, war der Geist willig, die Oberschenkel aber leider nicht. Im Duden ist unter Muskelkater jetzt zu finden:

Muskelkater, der; reinste jemals gemessene Form am 21.07.2013 bei Mark Riedel im Allgäu

oder so ähnlich.

Nach einer gefühlte Ewigkeit unter der Dusche, wobei 99% der Zeit der kalte Wasserstrahl auf die Oberschenkelmuskeln zeigte, habe ich es dann doch zum Frühstück geschafft … und wurde belohnt. Es war wirklich reichhaltig, abwechslungsreich und der frische Obstsalat mit Joghurt war eine Wucht. Dazu kam noch der wunderschöne Ausblick von der Terrasse auf die Voralpen. Ich hätte dort den ganzen Tag sitzen können und mit Blick auf die nächsten 8 Stunden war der Drang doch groß.

Um Punkt 9 Uhr ging es dann aber doch los und ich fuhr einen kurzen Umweg über den nächsten Campingplatz, da Freunde dort gerade ihren Urlaub begonnen hatten. Nach einem kurzen Plausch musste ich leider los und die nächsten 2-3 Stunden war das … Hendrik würde sagen ein Flow. Drumherum waren seichte Teletubbiehügel, die Sonne brannte noch nicht so sehr und das Panorama war sehr schön.

Gegen Mittag wurde der Radweg immer rauer, es ging durch einen langen Wald, sehr viel rauf, wenig runter. Ich musste zwei Flussbetter durchqueren. Bei dem ersten kam mir ein Mountainbiker entgegen, der meinte, dass ich vor zwei Wochen den Bach nicht hätte durchqueren können so rauschend war das Wasser.

In Grafenaschau habe ich dann Mittag gegessen. Es gab wieder eine Brotzzeit und ich konnte auftanken.
Am Nachmittag kam ich durch Kochel am See; wo ich ein paar Jungen dabei beobachtete, wie sie aus einigen Metern Höhe von der Brück in den Fluss sprangen.
Von dort ging es dann weiter über Benediktbeuern (wo es ein leckeres Spaghetti-Eis gab) hoch nach Bad Tölz. Über HRS habe ich mir spontan ein Hotel gebucht und hier sitze ich jetzt … im Marienhof. Ich war gerade ein bisschen im Stadtzentrum spazieren und bin barfuß durch die kalte Isar gewatet. Dann gab es ein zünftiges Abendessen. Nicht nur da aber hier im besonderen vermisse ich meine Regierung schon sehr. Man kann sich nicht austauschen, nicht gemeinsam erleben. Was soll ich sagen, Schatz ab jetzt wird hart für die in den nächsten Jahren anstehenden Bergetappen trainiert 🙂

Jetzt werde ich ins Bett gehen. Morgen gibt es in diesem Hotel schon ab 7 Uhr Frühstück.

Zur Tour heute noch ein paar Worte. Solche Etappen werden bei der Tour Überführungsetappen genannt. Keine wirklichen Bergwertungen, eher ausgelegt auf Meter machen. Leider war letzteres nicht möglich, da nach Bad Tölz eine Strecke mit sehr starken Anstiegen folgt, die ich mir heute bei weit über 30 Grad nicht mehr antun wollte.

So ist es bei nur 95km geblieben, und unterm Strich gab es mehr Ab- als Aufstiege. Dies wird sich morgen rächen. Ich habe vor der Tour die einzelnen Abschnitte von den Anstiegen her bewertet und morgen fallen die zwei heftigsten Abschnitte an, so dass ich wahrscheinlich keine 80km schaffen werde. Aber das ist auch egal, der Weg ist das Ziel.

Aktuell plane ich aber schon, am Mittwoch nachmittag am Königssee zu sein und dann die letzten 40km bis Salzburg am späten Nachmittag zu nehmen.

Gute Nacht!!!

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This post is part of the thread: Radtour 2013 – Basel – Königssee – an ongoing story on this site. View the thread timeline for more context on this post.

  1 comment for “Gute Zeiten – Schlecht Zeiten und möge der Flow mit dir sein

  1. Jochen R.
    22. Juli 2013 at 17:53

    Hi, Mark!
    Wo immer Du jetzt bist (Montag 18:00) mach Die einen entspannten Abend mit einem Weißbier.
    LG D.

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