Eine Bestandsaufnahme

Ich habe mich mal bei einem Glas Wein hingesetzt und meine Appleeinkäufe rekapituliert … dieser Artikel ist für mich eine Art Vergangenheitsbewältigung 🙂

Meine Applekarriere begann damals mit dem ipod 3.Generation (30GB). Ein Traum von einem Design. Dieses rote Leuchten und das Wheel waren etwas ganz neues und besonderes. Das Gerät war sündhaft teuer und man war ein Exot … verflucht (und das war das einzige Manko) habe ich die Schnittstelle: Firewire. Als PC-User war Firewire irgendwie unnötig. Ich kann mich noch erinnern, dass ich – ungelogen – Tage darüber nachgedacht habe, was ich mir auf der Rückseite des Geräts eingravieren lasse; das ich was eingravieren lassen wollte, stand immer außer Frage, aber es sollte was besonderes sein. Und ich kann sagen, dass es das immer noch ist: “… this is how I feel”. Eine Textzeile aus einem meiner Lieblingslieder; und in Kombination mit einem MP3-Player perfekt: Die Musik dadrauf und was ich gerade höre, entspricht in der Regel meiner Gemütslage.

Kleines Quiz zwischendurch: Welches Lied meine ich?

Wie so oft war der iPod eine Einstiegsdroge. Es folgte der erste Rechner, ein Mac mini und zwar der erste mit einem Intel-Prozessor. Das hatte Vorteile (Kompatibilität mit den neuen Betriebssystemen) aber auch Nachteile; die Kiste hatte eine mäßige Grafikleistung. Während der Vorgänger – zwar nur mit PowerPC-Prozessor ausgestattet – immerhin eine eigene Grafikkarte hatte, hatte der neue Mini nur eine Onboardkarte. Aber das war erstmal egal. Das Gerät hat mich geflasht. Diese Keksdose war kompakt, schnell und schön. Probleme? Eigentlich Fehlanzeige.

Mac mini

Dann kam der erste iMac 24 Zoll. Wow, was für eine Größe. Und dort fingen langsam die Nervereien an: Das optische Laufwerk war unsauber montiert. Die Medien wurden nicht ausgeworfen, ich musste mit einem Zettel als Führungshilfe das Medium jedesmal rausbekommen. Gravis kontaktiert, das Gerät wurde repariert. Irgendwann fielen mir grauen Flecken im oberen Bereich des Display auf, mit einem Lappen ließen sich die nicht wegbekommen und auch die Innenseite der Scheibe war es nicht. Es war das Display selber; und mit der Zeit stellte sich auch heraus, was diese Verfärbung hervorrief: Der Rechner wurde im oberen Bereich so heiß, dass das Display in Mitleidenschaft gezogen wurde. Gravis kontaktiert und das Gerät bekam ein komplett neues Display.

iMac 24''

Irgendwann dazwischen wurde ich dann mobil; ich kaufte Hendrik sein altes Powerbook ab. Zum Surfen, Office und Bildbetrachten vollkommen aussreichend. Ich habe es gerade neuinstalliert und verkaufe es am Wochenende für 155€ weiter … das soll mal jemand mit einem sieben Jahre alten Windows-Notebook probieren 🙂

Der o.g. ipod 3.Generation musste jetzt ersetzt werden und es wurde das Speicherwunder iPod classic. Weiterhin mit einem wunderschönen Design und robust! Das Gerät stelle ich gerade zum Verkauf ein und es wird noch einige EURO bringen.

Zwischenzeitlich hatte ich mir auch ein iPhone 3G gekauft; mit der Zeit stellten sich kleine Haarrisse am Dockconnector ein. Die wurden immer länger. Applecare angerufen und ich bekam innerhalb von zwei Tagen ein neues Gerät. Die Haarrisse kamen aber wieder.

Am Tag meiner Krankenhausentlassung (Bandscheiben-OP) war mein erster Weg … nein nicht nach Hause … in die Schlange vor den AppleStore. An dem Tag kam das erste iPad raus und ich musste es haben. Aus meiner Sicht ist es das beste Applegerät, was ich jemals hatte. Handlich, perfekt in Bad und WC 😉 immer mobil online und ein wahrer Rechen- und Speicherknecht. Es hat mich auf meiner Radtour nach Basel begleitet.

Den alten iMac verkaufte ich und besorgte mir einen neuen iMac … diesesmal 27 Zoll … was soll ich sagen, das Hitzeproblem besteht weiterhin bei diesen Geräten und das Display hat wieder solche Verfärbungen.

Das iPhone 3G wurde nach Vertragsablauf umgehend durch ein 4er ausgetauscht. Das Gerät funktionierte prächtig.

Da mein Powerbook langsam in die Jahre kam, wurde es dann durch ein Macbook Pro 13 Zoll ersetzt. Wunderschönes Gerät und fürs Mobilsein perfekt.

Vor drei Monaten ist mein Telekomvertrag ausgelaufen und es kündigte sich das neue iPhone an. Klar musste es sofort gekauft werden, wie konnte ich u.a. jemals ohne Siri leben 😉

Und wo man gerade beim Aktualiseren ist, darf das neue iPad nicht fehlen. Ich muss sagen, dass ich davon enttäuscht bin: Das Display hatte einen leichten Schatten und in mein WLAN zuhause wollte es sich nur unter MOrdandrohungen einwählen. Soll ein iOS-Problem sein, aber nerven tut es extrem. Es wurde heute im Applestore ohne Klagen zurückgenommen und ich habe mir ein neues geholt. Schauen wir mal.
[Update: Das zweite hat es auch nicht getan und ging zwei Tage später zurück. Gleichzeitig kamen zudem auch die Gerüchte auf, dass mit der Vorstellung des vermeintlichen iPad minis auch das iPad aktualisiert werden soll. Und das wollte ich dann abwarten] [update2: Es war die richtige Entscheidung. Habe gerade das iPad4 über die Appleseite bestellt … der Wahnsinn geht weiter]

Zwischendurch waren da noch solche Einkäufe wie iPod shuffle, Trackpad, Timecapsule, AppleCare Protection Plan, …

Wenn ich mir das so durchlese, wird mir schlecht. Was da für Geld durchgerauscht ist! Ich habe es mal ausgerechnet … aus Scham halte ich das Ergebnis mal zurück 🙂 Wer am dichtesten rankommt, den werde ich in mein Nachtgebet mit aufnehmen.

Die Apps und Lieder aus dem iTunes Store und den ganzen Zubehörscheiß, der nicht von Apple selber stammt, habe ich mal rausgelassen

  1 comment for “Eine Bestandsaufnahme

  1. J.R.
    27. Oktober 2012 at 06:18

    Dieser Bericht war ja Lyrik vom Feinsten. Nicht einmal Romantiker wie Uhland, Möricke oder Loriot 😉 hätten das so schön in Worte setzen können. Außerdem ist es ja keine Schande
    ein USimperialistische Unternehmung mit ein wenig Geld zu sponsern. By the way–auch ich glaube jetzt an die Macht des Apfels.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.